Geschichte

2005 stellten sich ein paar Studierende der FSI Medizin drei Fragen:

  1. Ist es nicht sinnvoll, als Arzt mit den Patienten zu handeln, bevor sie krank werden?
  2. Warum verbinden so viele Menschen gesundes Leben mit Askese und Genuss mit ungesundem Lebensstil?
  3. Warum machen eigentlich Sonne, Sex, Sport und Schokolade glücklich?

Aus diesen Fragen ergab sich das Ziel unseres Projektes: Wir müssen den Menschen vermitteln, dass genussvolles Leben und gesunder Lebensstil gleichzeitig möglich sind. Und da viele Pathomechanismen für Zivilisationskrankheiten schon in der Kindheit beginnen, entstand die Idee, an Schulen zu gehen und bei den Kindern das Bewusstsein für den eigenen Körper und Ernährung zu wecken.

Von 2005 bis 2007 fanden diese Aktionen an Schulen eingebettet in ein Wahlpflichtfach des ersten Studienabschnittes mit Hilfe des Prodekanats für Studium und Lehre und Herrn Prof. Frömmel statt.
Seit 2006 führen Studierende der Medizin und anderer Studiengänge, sowie Ärzte dieses Projekt freiwillig mit Unterstützung des Prodekanats für Studium und Lehre an Berliner Schulen fort.

Einen Tag lang spielen, diskutieren, rennen und lernen die Kinder rund um das Thema gesundes Leben und Ernährung. Als Abschluss wird mit den Kindern eine Mahlzeit zubereitet und gemeinsam mit den Eltern gegessen, wobei auch die Eltern theoretisch und praktisch mit Wissen zu diesem Themenbereich versorgt werden. Am Ende des Aktionstags werden der Projekttag und das erworbene Wissen der Kinder evaluiert. Kinder und Eltern bekommen zwei Wochen später noch einmal einen Fragebogen, der zum einen der Evaluation unserer Arbeit dient und zum anderen durch gezielte Fragen noch einmal zum Nachdenken anregen soll.

Es ist sehr schwierig, Menschen an einen bewussten positiven Umgang mit Ernährung und Bewegung heranzuführen, aber vielleicht bleibt bei dem einen oder anderen Kind das Interesse am bewussten, genussvollen und gesunden Leben hängen (und manche Kinder überzeugen angeblich sogar Ihre Eltern).

Wir Medizinstudierenden und Ärzte können und wollen den Menschen und den Patienten nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Aber vielleicht können wir ihnen einige Tipps und sogar ein wenig Bewusstsein vermitteln. Denn in der Realität gilt sowieso jeden Tag: Leben muss jeder schon selber.

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